Unentschieden gegen Mattersburg

KSV beschließt Trainingslager in Österreich mit Remis gegen Mattersburg – Wahl trifft

David Atanga (re.) blieb im Duell gegen seinen früheren Verein glücklos

Die KSV Holstein hat zum Abschluss ihres Trainingslagers in Bad Tatzmannsdorf im Testspiel gegen den SV Mattersburg Unentschieden gespielt. Vor rund 300 Zuschauern ging der österreichische Erstligist durch Stephan Schimandl in Führung, die Hauke Wahl nach der Pause zum gerechten Remis ausglich.

In der Anfangsphase wurde es zunächst etwas hitzig, als sich beide Seiten das eine oder andere Foul leisteten. Doch nach knapp zehn Minuten besannen sich die Hotel-Nachbarn wieder aufs Fußballspielen, ohne dass allerdings weder die Österreicher, noch die KSV dem gegnerischen Strafraum nahe kamen. Die Partie blieb ob Abstimmungsproblemen und Fehlpässen zerfahren, bis Mattersburg aus heiterem Himmel mit der ersten Chance des Spiels in Führung ging: Stephan Schimandl wurde vor dem Kieler Gehäuse freigespielt und hob den Ball am herauskommenden KSV-Keeper Ioannis Gelios vorbei zur überraschenden Führung für den in weinrot gekleideten SVM. Die Kieler verzeichneten den ersten Abschluss nach einer halben Stunde, als Alexander Mühling einen Freistoß aus halblinker Position knapp über den Querbalken setzte. Die Kieler mühten sich in der Folge erfolgreich um ein gepflegteres Kombinationsspiel und kamen dadurch in der 42. Minute zur ersten Großchance: Philipp Müller fand mit seiner Flanke Emmanuel Iyoha, dessen Kopfball aus aus sechs Metern aber am Kasten vorbeiflog.

KSV-Trainer André Schubert wechselte in der Halbzeit gleich vier Mal und brachte Jannik Dehm, Aurel Bisseck, Young-jae Seo und Makana Baku für Müller, Phil Neumann, Johannes van den Bergh und David Atanga, der seinen Ex-Klub im ersten Durchgang nicht hatte ärgern können. Die erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel hatte der Klub aus dem Burgenland durch Toni Gomez, dessen Schuss aus vollem Lauf Gelios im Nachfassen parierte (55.). Stattdessen kamen die Störche zum Ausgleich: Nach einer schönen Kombination legte am Ende Mühling auf Hauke Wahl ab, der flach ins linke untere Eck traf (57.). Sechs Minuten später hätte Blau-Weiß-Rot fast die Partie gedreht, als der nur 60 Sekunden zuvor eingewechselte Philipp Sander mit seinem noch leicht abgefälschten Schuss Mattersburgs Torhüter Markus Kuster zu einer Glanztat zwang. In der Schlussphase wurde die Partie offener. Die Kieler drängten mit Schüssen im Minutentakt auf das zweite Tor, doch Sander (77./79.) sowie Jae Sung Lee (78.) scheiterten jeweils an Kuster und Jannik Dehm zielte aus der Distanz knapp zu hoch (82.). Auch kurz vor Schluss hatte Sander mit seinem vierten Abschluss kein Fortune, als dieser haarscharf am linken Winkel vorbeistrich (88.), sodass es beim Remis blieb, auch wenn ein Sieg für die KSV ob der Leistungssteigerung im zweiten Durchgang nicht unverdient gewesen wäre.

„Wir hatten anfangs Schwierigkeiten, defensiv Zugriff zu bekommen. Aber danach waren wir besser drin, haben den Ball gut laufen lassen und hätten am Ende auch noch den Siegtreffer erzielen können“, sprach Mühling anschließend von einem guten Test. Auch Schubert war nicht unzufrieden. „Die läuferische Leistung und der Einsatz waren gut. Wir können defensiv wie offensiv noch Dinge besser machen, aber in Anbetracht der Tatsache, dass es der letzte Tag im Trainingslager war, ist es in Ordnung“, bilanzierte der KSV-Coach nach dem Remis. Als Fazit zum gesamten Trainingslager ergänzte Schubert abschließend: „Wir haben körperlich gut belastet. Es war wichtig, schon einmal eine Basis zu legen. Wir haben unsere Schritte im technischen und taktischen Bereich gemacht. Wir werden noch weiter daran arbeiten und haben ja auch noch ein wenig Zeit bis zum ersten Pflichtspiel.“

KSV: Gelios – Müller (46. Dehm), Schmidt (73. Fleckstein), Neumann (46. Bisseck), van den Bergh (46. Seo) – Wahl (62. Meffert) – Mühling (62. Sander), Awuku (30. Lauberbach/62. Lee), Porath (62. Eberwein) – Iyoha (62. Serra), Atanga (46. Baku).  

Tore: 0:1 Schimandl (23.), 1:1 Wahl (57.) - Zuschauer: 300.

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